Bender Institute of Neuroimaging (B.I.O.N.),
Justus-Liebig-Universität Giessen

Das Institut ist nach Hans Bender (1907 - 1991) benannt, der Professor an der Universität Freiburg war und dort 1950 das Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene gründete.

Dieses Freiburger Institut stellte Prof. Dr. Dieter Vaitl aus Fördermitteln der Holler-Stiftung sieben Millionen DM für die Anschaffung eines Magnet-Resonanz-Tomographen (MRT) sowie für dessen Unterbringung in einem neuen rund 400 qm großen Gebäude zur Verfügung. Im Jahr 2005 wurde das Gebäude um ein Obergeschoß erweitert, so dass nun 800 qm zur Verfügung stehen (siehe Web Gallery).

Die Bauarbeiten begannen im Mai 2000 und bereits im November konnte der MRT in Betrieb genommen werden. Er ist in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem Gebäudekomplex des Fachbereichs untergebracht und steht ausschließlich für psychologische Forschung zur Verfügung. Dies ist einmalig in Europa.

Am B.I.O.N. arbeitet eine Forschergruppe, die ihren psychobiologischen Forschungsschwerpunkt um eine neurofunktionelle Perspektive erweitert hat. Ihr Interesse richtet sich in verschiedenen Projekten auf Veränderungen der Hirnaktivierung bei

  • emotionalen Prozessen
  • Phänomenen veränderter Bewusstseinszustände (Hypnose, Halluzinationen, Trance)
  • Lern- und Aufmerksamkeitsprozessen
  • Schmerzverarbeitung
  • psychopathologischen Krankheitsbildern (z. B. Angststörungen, Schizophrenien)

Ein Großteil dieser Projekte ist in den internationalen Forschungsverbund "Veränderte Bewusstseinszustände" eingebunden, der von Prof. Dr. Dieter Vaitl geleitet wird. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen unmittelbar auch in die neurobiologisch und -psychologisch orientierten Lehrveranstaltungen (Vorlesungen und Seminare im Hauptstudium) der beteiligten Wissenschaftler ein.

©2006 Bender Institute of Neuroimaging