Die Arbeitsgruppe untersucht verschiedene
Fragestellungen des emotionalen Erlebens mit
Hilfe der funktionellen Bildgebung.
- Welche neuronalen Strukturen im Gehirn sind beteiligt, wenn wir uns entweder fürchten oder ekeln?
- Was passiert im Gehirn, wenn wir Dinge sehen, die wir hochgradig attraktiv finden (z. B. Erotika)?
- Welche Prozesse laufen im Gehirn ab, wenn wir lernen, dass bestimmte Reize unangenehme Folgen haben und wenn wir dies wieder verlernen?
- Lassen sich Aktivierungsmuster im Gehirn in Echtzeit bestimmten Emotionen (Echtzeitklassifikation) zuordnen?
- Wie können Aufmerksamkeitsprozesse die emotionalen Reaktionen verändern?
- Lassen sich Emotionen durch Neurofeedback verstärken oder abschwächen?
Viele dieser Fragestellungen werden an Gesunden, aber auch an klinischen
Stichproben untersucht. Zu den beforschten Störungsbildern gehören:
- Spezifische Phobien
- Soziale Phobie
- Alkoholismus
- Nikotinsucht
- Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom
- Alexithymie
- Zwangsstörung
In Kooperation mit anderen Arbeitsgruppen wird darüber hinaus
untersucht, inwieweit genetische Einflüsse Unterschiede in der emotionalen
Verarbeitung erklären können und wie diese mit Persönlichkeitseigenschaften
zusammenhängen. Ein weiteres Projekt geht der Frage nach, welche Auswirkung
eine intensive Musikerziehung auf die kognitive Entwicklung von Kindern hat.
Eine weitere Kooperation beschäftigt sich mit der Auswirkung von Stress auf basale
Lernprozesse und dem Zusammenhang zwischen Hormonen und neuronaler Aktivierung sowie
zu Grunde liegender Geschlechtsdifferenzen.